Hamburg/München/Frankfurt/Gießen, 20.9.2015 - Mit Entsetzen haben die betroffenen Beschäftigten in den Service Center Betrieben der Halleschen in München, Frankfurt und Hamburg auf die Pläne der Geschäftsleitung reagiert, ihre Standorte zum 31.12.2017 zu schließen. An jedem dieser Standorte sind rund 50 Kolleginnen und Kollege betroffen.

„Diese Schließungspläne kommen für die Beschäftigten, die Betriebsräte und uns als NAG wie aus heiterem Himmel!", sagt Marco Nörenberg, Vorsitzender des Gewerkschaftsrats der NAG. Eine wirtschaftliche Schieflage läge nicht vor, vielmehr würden die Betroffenen ohne Not erheblichen wirtschaftlichen Existenzängsten ausgesetzt.

Der Gewerkschafter moniert die fehlende Perspektive für die Betroffenen. Zwar biete der Vorstand allen Arbeitsplätze in den verbleibenden Standorten an. Bei Entfernungen von mehreren hundert Kilometern zum neuen Arbeitsplatz ist das für die meisten aber nur eine theoretische Chance. „Im Management weiß man sehr genau, dass auf diese Weise über 80% der Betroffenen faktisch auf eine Zwangsabfindung verwiesen werden." Das sei kein angemessener Umgang mit den teils seit Jahrzehnten treuen Beschäftigten, die stolz auf ihr Unternehmen seien und für die nun eine Welt zusammenbreche.

Zum August sei bspw. in Hamburg sogar noch ein Ausbildungsplatz neu besetzt worden. Für die junge Kollegin, die vor wenigen Wochen erst ins Berufsleben eingestiegen ist, fällt der Schließungstermin noch in ihre Ausbildungszeit. „Das ist, freundlich ausgedrückt, unseriöses Gebaren. Man hätte der Kollegin nicht durch diese Täuschung die Chance auf einen Ausbildungsplatz bei einem Wettbewerber verbauen dürfen!" kritisiert Nörenberg.

Am vergangenen Freitag nahm Nörenberg für die NAG an einer kurzfristig anberaumten Betriebsversammlung des Service Centers in Hamburg teil. Dort sicherte er den Kolleginnen und Kollegen die Unterstützung der NAG beim Kampf um den Erhalt ihrer Arbeitsplätze zu. „Von fantasievollen Aktionen bis zur Arbeitsniederlegung ist alles denkbar", sagt Nörenberg. „Wir werden die Vorstandspläne nicht hinnehmen und stehen fest an der Seite der Betroffenen!"

Die PDF-Version der Presseerklärung finden Sie hier.

Hamburg/München/Frankfurt/Gießen, 20.9.2015