ERGO-Betriebsräte und die Neue Assekuranz Gewerkschaft (NAG) machen gegen den geplanten Verkauf der Lebensversicherungstöchter des Düsseldorfer Konzerns mobil.

Am Freitag hat der Betriebsrat des Ergo Standortes Hamburg im Rahmen einer außerordentlichen Betriebsversammlung scharfe Kritik an den Verkaufsplänen, betreffend die klassischen Lebensversicherungen mit Garantien, und der hinterlistigen Vorgehensweise des Ergo Vorstands geübt.

Rund 1.000 Beschäftigte folgten im Anschluss dem Aufruf der Neuen Assekuranz Gewerkschaft (NAG) und nahmen in der City Nord an einer Protestkundgebung unter dem Motto "Ergo Leben - Not for Sale!" teil. NAG Vorstandsvize Tobias Münster kündigte den massiven Widerstand der NAG an.

"Jahrzehntelange Finanzbeziehungen mit den Kunden der Ergo dürfen nicht wie ein klappriger Gebrauchtwagen an Hedgefonds oder chinesische Investoren verramscht werden!", so der Gewerkschafter. Den Beschäftigten habe der ERGO Vorstand beim erst kürzlich erfolgten Wechsel in die neu gebildeten Organisationseinheiten der Leben Klassik einen Wachstumspfad innerhalb der Ergo versprochen und einen zeitnahen Verkauf ausgeschlossen.

Nun sei der Fuchs im Hühnerstall noch vor der Tat ertappt worden. Ergo Chef Rieß sieht sich dem massiven Vorwurf fehlender Aufrichtigkeit und gebrochener Versprechen ausgesetzt. "Käme es zum Verkauf, würde das kürzlich geäußerte "starke Bekenntnis zur Leben Klassik innerhalb der Ergo" den Kapitalinteressen gieriger Finanzjongleure geopfert" so Münster. Die Belegschaften fühlten sich verraten und verkauft.

Weitere Aktionen bis hin zum massiven Widerstand seien wahrscheinlich.

Diese Presseerklärung finden Sie hier als PDF-Version.

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