Betriebsräte aus der Allianz Private Krankenversicherung, der Barmenia, der Central, der Continentale, der Europa Versicherung, der Gothaer Krankenversicherung, der Halleschen Privaten Krankenversicherung und der Versicherungskammer Bayern haben sich zu einer Initiative

Bürgerversicherung? Nein danke!

zusammengeschlossen. Sie reagieren damit auf die drohende Vernichtung von etwa 75.000 Arbeitsplätzen in der Branche.

In vielen Branchen werden immer wieder Arbeitsplätze abgebaut. Der Widerstand der Betroffenen macht immer wieder Schlagzeilen, ganz aktuell die Beschäftigten von Opel in Bochum. Opel hat dort heute ca. 3.400 Arbeitsplätze und will dort in vier Jahren keine Autos mehr bauen. Zu Recht wehren sich die Kolleginnen und Kollegen, nur der Arbeitsplatz sichert ihnen ein Einkommen. Nur über den viel heftigeren Abbau von Arbeitsplätzen in der privaten Krankenversicherung wird in der Öffentlichkeit der Mantel des Schweigens gebreitet. Dabei bedeutet der Abbau der Arbeitsplätze dort, dass über 70.000 Menschen ihre wirtschaftliche Existenzgrundlage verlieren.

 

Dabei würde durch die Einführung der Bürgerversicherung kein einziges der Probleme im Gesundheitssektor gelöst. Auch schafft die die Bürgerversicherung keine einheitliche Versorgung aller, denn wer viel Geld zur Verfügung hat, wird auch zukünftig in jedem System in der Lage sein, sich zusätzliche  Leistungen einzukaufen. Zudem kommt durch die Bürgerversicherung weniger Geld bei den Gesundheitsversorgern an. Das bessert die Situation der Kranken sicher nicht.

Die Betriebsräte haben erkannt: Es kann nicht der richtige Weg sein, bei der Bundestagswahl im nächsten Jahr das kleinere Übel zu wählen, sondern die Beschäftigten müssen Druck auf alle Parteien machen, damit ihre Arbeitsplätze erhalten bleiben. Sie haben deshalb alle Betriebsräte der Branche eingeladen, mit ihnen im Rahmen einer

Betriebsrätekonferenz
am 11. und 12. März 2013
in Wuppertal

gemeinsame Aktionen zur Rettung ihrer Arbeitsplätze und ihrer Existenz zu verabreden. Auch die Gewerkschaften der Branche sind zur Teilnahme eingeladen.

Selbstverständlich wird die Neue Assekuranz Gewerkschaft an der Konferenz der Betriebsräte teilnehmen und unterstützt die geplanten Aktionen der Betriebsräte und der Beschäftigen.

Die NAG hat seit ihrer Gründung gegen diesen Kahlschlag bei den Arbeitsplätzen Position bezogen.

Einige der federführenden Betriebsratsmitglieder sind Mitglied unserer Gewerkschaft und selbstverständlich haben wir ihnen auch bei der Bildung dieser Initiative geholfen. Jetzt ist aber notwendig, dass sich alle in der Branche zusammen finden, um die Arbeitsplätze dauerhaft zu sichern.