Die erste Mitgliederversammlung der Neuen Assekuranz Gewerkschaft hat 2011 die Bildung eines PKV-Ausschusses beschlossen. Und der hat dann auch nach kurzer Zeit die Arbeit aufgenommen. Die private Krankenversicherung ist schon in einer besonderen Situation, die auch besondere Maßnahmen notwendig macht.

 

Gesundheit!

Von Klaus Roth

Wenn man Gesundheit wie die Weltgesundheitsorganisation WHO als „einen Zustand vollkomme­nen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlbefindens und nicht bloß die Abwesenheit von Krankheit oder Gebrechen“ definiert, dann hat das weitreichende Folgen für die Gesundheitspolitik. Dann ist jede Organisation menschlichen Zusammenlebens, jede Gestaltung von Lebens- und Ar­beitsbedingungen etwas, was die Gesundheit der Menschen beeinflusst und muss deshalb Thema der Gesundheitspolitik sein.

"Von SPD, Grünen, DGB und leider auch ver.di wird immer so getan, als hätten sie ein gemeinsames Konzept für die Reform des Gesundheitswesens. Der einzige Punkt, in dem sie sich tatsächlich einig sind, ist aber die Vernichtung der Arbeitsplätze vor allem in den privaten Krankenversicherungen."

PKV-Ausschuss hat die Arbeit aufgenommen

Seit Jahren werden die private Krankenversicherung und damit zig Tausend Arbeitsplätze in der Versicherungswirtschaft durch das Vorhaben, alle Deutschen in die gesetzliche Krankenversiche­rung zu zwingen, bedroht. Deshalb hat die Neue Assekuranzgewerkschaft bereits bei ihrer ersten Mitgliederversammlung im April 2011 beschlossen, einen PKV-Ausschuss zu bilden, der die Inter­essen der Beschäftigten zusammenfassen und gegen die Verfechter der Bürgerversicherung ver­treten soll. Im Juni hat dieser Ausschuss seine Arbeit aufgenommen. Bisher arbeiten Kolleginnen und Kollegen aus sechs Versicherungsunternehmen mit. Nach der Sommerpause werden die Be­ratungen Anfang September fortgesetzt.