Am 16. Januar berät der Bundestag über einen Antrag der Fraktion DIE LINKE. Darin wird die Abschaffung aller Krankheitskosten-Vollversicherungen in der privaten Krankenversicherung und die Überführung der Versicherten zu einem einheitlichen Zeitpunkt in die gesetzlichen Kassen gefordert. Für die betroffenen etwa 75.000 Beschäftigten in der Versicherungswirtschaft sieht die Linkspartei vor: „Den Beschäftigten der privaten Krankenversicherungsunternehmen ist ein sozialverträglicher Übergang in Arbeitsverhältnisse in den gesetzlichen Krankenkassen zu ermöglichen.“

Was zunächst nach einer Lösung des Problems klingt, ist in Wahrheit keine.
Bernd Schneider, Mitglied des Gewerkschaftsrates der Neuen Assekuranz Gewerkschaft und Gesamtbetriebsratsvorsitzender bei der Continentale Krankenversicherung: „Die meisten Beschäftigten – nicht nur in unserem Haus - sind mit der Bearbeitung von Leistungsanträgen beschäftigt. Die Arbeit gibt es in den Kassen nur in Ausnahmefällen. Andere Kollegen sind Mathematiker und kalkulieren die Beiträge. Was tun die in einer Kasse, deren Beitragssatz durch den Gesetzgeber festgelegt wird? Und wohin soll der Außendienst?“

Die erste Mitgliederversammlung der Neuen Assekuranz Gewerkschaft hat 2011 die Bildung eines PKV-Ausschusses beschlossen. Und der hat dann auch nach kurzer Zeit die Arbeit aufgenommen. Die private Krankenversicherung ist schon in einer besonderen Situation, die auch besondere Maßnahmen notwendig macht.